News // 04.12.2017

Von wegen Lisbeth

Von wegen Lisbeth

10. August 2018 · 19:30 Uhr, Theatervorplatz Jena

Alle Tage Alltag. Zwischen Aufstehen und Zubettgehen und dem Versuch seine angehimmelte „Bitch“ zu vergessen, aktualisiert sich die Virendatenbank, stirbt eine Taube durch die U6 und fällt im ICE mal wieder die Klimaanlage aus. Dafür gibt es dann „Drüben bei Penny“ deine Träume im XXL-Sparpaket. Kein Wunder also, dass die meisten Stars und Sternchen eher das Große im Leben besingen: die große Liebe, den großen Krach, die große Trennung, die große Versöhnung…

Doch die fünf Jungs der Indie-Pop-Band „Von Wegen Lisbeth“ sind da ungewöhnlich anders gepolt. Irgendwie fangen sie dort an zu spielen, wo andere auf- oder gar nicht erst hinhören. Aber das ist ja eh alles eine Frage des Blickwinkels und der kommt wohl so, wenn man im hippen Berlin groß wird. Dort, wo sich das kreative Jungvolk zu schwindelerregenden Skulpturen stapelt und Geschäftstüchtige den Zugezogenen und Touristen inspirierende Luft in Flaschen verkaufen. In dieser Atmosphäre der unbegrenzten Möglichkeiten gründen 2012 Sänger/Gitarrist Matze, Gitarrist Doz, Bassist Julian, Synthiemann Robert und Schlagzeuger Julian die Formation „Von wegen Lisbeth“ – ein Name den zwar auch Roberts Oma trägt, der aber möglichst sinnentleert klingen soll. Die Fünf kennen sich da schon seit der Grundschule, der erste, holprige Experimente an Gitarre und Drums folgten. Im Hardcore-Punk lernen sie ab etwa 2005 musikalisch laufen, bis sie herausfinden, dass die Mädchen zu Ska lieber (und nackter) tanzten, wechseln dann zu synthetischen Game-Boy-8-Bit-Musik, bevor sie schließlich beim Indie-Pop landen. Nachdem Von Wegen Lisbeth in ihrer Heimatstadt nahezu jeden Club bespielt hatten, zog es sie raus in die große, weite Welt. So bedurfte es auch keiner großen Überredenskunst von AnnenMayKantereit, um sie als Support ihrer Tour zu gewinnen. Hier dürften sie auch einigen Arenagängern von 2015 heimlich im Erinnerungsgerüst haften geblieben sein. Sie blieben ein Geheimtipp auf Zeit, denn längst geht die Band mit Debütalbum „Grande“, Major-Label-Vertrag und gewohnt handgemachter Musik auf Tour-Alltag.

VVK voll VVK erm. AK voll AK erm.
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