Soul Kitchen

D 2009, 100 Minuten
Regie: Fatih Akin
Darsteller: Adam Bousdoukus, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel, Anna Bederke u.a.
Ab 12 Jahren freigegeben

Sonntag, 15. August 2010, 21:30 Uhr, Theatervorplatz

VVK voll erm. AK voll erm.
5,00 4,00 6,00 5,00

Jokerkarten gelten

Share |

Nach der Premiere des Films in Venedig hieß es in der Süddeutschen etwas arg gestelzt: „Der echte Herzensbrecher des Festivals […] ist der deutsche Wettbewerbsbeitrag“. Besser zum Film passend drückte sich die Die Welt aus, die Soul Kitchen zum „Dirty Heimatfilm“ werden ließ und schlicht als „Genuss“ bezeichnete. Genau das ist der Film um Zinos mit chaotischen Folgen und völlig ungeplant plötzlich zum Szeneknaller gewordenes Pommes- und Schnitzelrestaurant Soul Kitchen nämlich auch. Hier wird ein ehrlich-proletarisches Publikum in einer alten Fabrikhalle mit ehrlich-proletarischem Essen versorgt, wobei der Laden irgendwie so einigermaßen läuft, bis es Zinos mit einem Bandscheibenvorfall niederstreckt. Dieser Vorfall ist jedoch nur der erste einer Reihe, die nun losgetreten und Schlag auf Schlag ein irrsinniges Tempo aufnehmen wird. Nicht nur, dass Zinos’ Freundin sich nach Shanghai absetzt, nicht nur, dass Zinos’ krimineller Bruder Illias plötzlich auf der Matte steht, nein, auch der notgedrungen eingestellte, gerade in hohem Bogen aus der haute cuisine geflogene Koch Shayn kann es nicht lassen – und tapeziert das Soul Kitchen seines kulinarischen Gewissens wegen auf Spitzenküche um. Die Schnitzelliebhaber gehen, die Szene kommt, der Laden brummt. Schon vorher hatte allerdings ein zwielichtiger Schulfreund Zinos’ seine
gierigen Augen auf das Soul Kitchen-Grundstück geworfen, und wer einen Exzentriker wie Shayn als Koch und einen Bruder wie Illias hat, der sollte ganz bestimmt nicht versuchen, den geliebten Laden für ein Weilchen allein zu lassen…