Sarah McCoy

ArenAkustik im Volksbad<br>Sarah McCoy

KonzertArena

ArenAkustik im Volksbad

Ja, die Franzosen haben Geschmack. Neben ihren knusprigen, verrucht langen Baguettestangen wirkt unser klobiges Graubrot eben wie … klobiges Graubrot. Und so wundert es nicht, dass unsere kulinarisch geschulten Nachbarn auch hier ihre Sinne anspitzten: „Als hätten Amy Winehouse und Tom Waits eine Tochter“, so beschreibt die Pariser Musikwebseite La Blogotheque die Sängerin und Pianistin Sarah McCoy. „Eine unglaubliche Power-Diva“, meint Les Inrocks, und die Zeitschrift L'obs schwärmt nach einem ihrer exzentrischen Pariser Konzerte: „Ihre Stimme riss alle von den Stühlen“. Dabei ist Sarah McCoy eigentlich ein Exportschlager, kommt sie doch aus Big America. Hier begann ihre Karriere in den glühend heißen Clubs von New Orleans, wo sie einen großen Teil ihrer Zwanziger verbrachte und ihre komplizierte Biografie in musikalische Poesie strickte.

Geboren wurde Sarah in dem kleinen Kaff Pine Plains bei New York als Tochter einer ehemaligen Nonne und Lehrerin sowie eines gesundheitlich angeschlagenen Kriegsveteranen. Im Kindesalter zog es die Familie in das wärmere Klima von Charleston, South Carolina – eine glückliche Zeit in direkter Strandnähe. Aber dann musste sich Sarah innerhalb weniger Tage dem Tod ihres Vaters und ihrer Großmutter stellen. Ihre Rettung: ein altes Klavier, auf dem sie ihre Trauer verarbeitete, und die Entdeckung, singen zu können. Dazu die Ahnung, dass dies möglicherweise zu mehr nütze sein könnte, als sich beim Autofahren wachzuhalten. Doch erst eine zerbrochene Beziehung gab den Anstoß, Charleston zu verlassen, um – wie sie sagt – „den toten Träumen der Sechziger nachzulaufen“. Nach Jahren geprägt von Gelegenheitsjobs, Straßenmusik, fremden Sofas sowie viel musikalischer Improvisation wird 2013 der französische Filmemacher Bruno Moynie auf Sarah aufmerksam und dreht eine enthusiastische Filmdoku über sie. Außerdem überredet er Sarah zu einer Konzertreise durch Frankreich, wo sie wiederum von niemand Geringerem als Chilly Gonzales entdeckt wird. Der produzierte gleich ihr Debüt „Blood Siren“, das nun live seinen vollen Geschmack entfalten darf.

Besetzung und Land

Vereinigte Staaten

Link

Zeit und Ort

Di, 13. August 2019 · Volksbad Jena
Beginn: 20:00 Uhr

Einlass ab: 19:00 Uhr

Tickets

Preis voll ermäßigt
Vorverkauf: 12,00 € 9,00 €
Abendkasse: 14,00 € 11,00 €

Video

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