Brass Against // J.P. Bimeni

Brass Against // J.P. Bimeni

KonzertArena

„Being right sucks", also „Recht zu haben, ist Scheiße" – 2016 schreibt Bart Simpson, Spross der frech-gelben Cartoon-Familie, diesen Satz als Strafarbeit an die Schultafel. Grund dafür ist die Wahl von US-Präsident Donald Trump, welche die Kultserie zum eigenen Bedauern 16 Jahre zuvor vorausgesagt hatte. Doch die politische Entwicklung im Land nagt nicht nur am Zeichenstift der Produzenten. Auch dem New Yorker Musiker Brad Hammonds brennt sie unter den Nägeln. Sein erster Gedanke: Wie brauchen mehr denn je Rage Against the Machine und andere Protestrockmusik! Sein zweiter: Wie würden diese Songs wohl mit einer Blechblaskapelle klingen? Beide Gedanken führten innerhalb kurzer Zeit zu jeder Menge Spaß und zur Gründung der Band Brass Against. Entsprechend covert die neunköpfige Truppe eindeutige Protestsongs von Kollegen wie Living Colour, Public Enemy, Fugees und eben Rage Against the Maschine. Sängerin Sophia Usta sorgt dabei mit ihrer rauchigen, direkten Stimme für den finalen Kick.

Den Auftakt für diesen Kampfschrei liefert die Kraft des Soulmusikers J.P. Bimeni. Eine Kraft, die sich aus dem Kampf um Anerkennung, ja, ums nackte Überleben speist. Denn es sind reale, existenzielle Kämpfe, die den Prinzen von Burundi antreiben. Gleich drei Mal überlebt dieser ein Attentat mit Glück. Das erste Mal während eines Schulmassakers, als die Stimmung in dem ostafrikanischen Kleinstaat gerade überkocht. Das zweite Mal, als der Spross einer Königsfamilie aufgrund seiner Herkunft ermordet werden soll – ein Schuss in die Schulter bringt ihn ins Krankenhaus. Den dritten Versuch ihn zu töten, übernimmt ein Arzt, der ihm Desinfektionsmittel spritzt. Der Verfolgte kommt nach England, nach London, wo er Politik studiert und vorerst die Rockwelt erkundet. Soul und seine Größen sind ihm da noch zu groß. Lange kann er sich jedoch nicht verweigern. Bimeni trägt den Soul im Herzen und in seiner weich-kratzigen Stimme. Flankiert wird diese nun von fetten Bläsersätzen, einem federnden Bass und Texten, die der Welt „zeigen, dass es mehr als Hass und Mord gibt”. Damit hinterlässt er uns ein starkes Statement für die Zukunft.

Besetzung und Land

Vereinigte Staaten

Jean Patrick Bimenyimana – Voc
Alejandro Larraga Almuzara – Keyboards
Pablo Cano Fernandez – Bass
Ricardo Martinez-Losa Gil de Muro – Trumpet
Fernando Vasco Zamora – Guitar
Rafael Diaz Diaz – Sax
Rodrigo Ulises Diaz Pesquera – Drums

Burundi

Link

Zeit und Ort

Mi, 21. August 2019 · Theatervorplatz
Beginn: 19:30 Uhr

Einlass ab: 18:00 Uhr

Tickets

Preis voll ermäßigt
Vorverkauf: 12,00 € 9,00 €
Abendkasse: 14,00 € 11,00 €

Das Kulturarena Musikpaket gilt für diese Veranstaltung mehr…

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