Dota

Dota, Foto: Mayra Wallraff

Konzertarena

Ein Song von jedem Album

Töne vertragen sich einfach gut mit Inhalten. Noch besser wird so ein Zusammentreffen, wenn die Inhalte was hermachen, wenn sie klug und bedacht gesetzt sind: mal ernsthaft oder melancholisch und mal spielerisch witzelnd, nicht dramatisch überzogen oder kitschig süß. Ehrlich und echt. Wenn dann das Ton-Inhalt-Spiel so wunderbar harmoniert, kommen reihenweise gute Songs raus, die Dota ihr Eigen nennen und auf zahlreichen Alben platzieren darf. Die Profiteure sind schnell ausgemacht: Wer Dotas Musik kennt und sich einmal mit ihr angefreundet hat, schließt zumeist ein Band für’s Leben. Das Vertrauensverhältnis kann an heiteren Gute-Laune-Tagen genauso gefestigt werden, wie an trüben Scheiß-auf-alles-Tagen und das macht diese Beziehung so abwechslungsreich und gleichzeitig beständig.

Von Stimmung und Abwechslung ist das Repertoire der Band eindeutig geprägt: Nicht alle können schließlich ihre Tour mit der Ankündigung „Ein Song von jedem Album“ begehen. Dota kann es, mit sage und schreibe 16 Alben, durchaus. Ein paar neue, bisher unveröffentlichte Stücke packen sie auch noch dazu und schon ist die musikalische Zeitreise perfekt. Bevor die ausgelassene Feier des mehr als 20-järhigen Bandbestehens auf dem Theatervorplatz steigen kann, sei ein kleiner Rückblick erlaubt. Anfangs stellten sich nämlich eine „Kleingeldprinzessin“ und die „Stadtpiraten“ dem Publikum mit ihrer Straßenmusik vor. Über die Jahre spielen die Liedermacherin und ihre Band Tourneen im In- und Ausland, kollaborieren mit internationalen Musikern wie Chico Cesár und Danilo Guilherme und räumen einige Auszeichnungen ab. Kleingeldprinzessin und Stadtpiraten passen zwar hervorragend, fließen 2013 jedoch in den gemeinsamen Bandnamen Dota und spielen sich weiter in die Herzen der Fans. Zwischendurch verändert sich die Besetzung leicht, frischer Wind kommt hinzu und auch musikalische Freunde wie Clueso, Rainald Grebe, Black Sea Dahu oder Alien Coen gesellen sich zu dem ein oder anderen Titel ihrer Werke. Die Berliner Sängerin und Liedermacherin Dota (Dorothea) Kehr und ihre Bandmitglieder Jan Rohrbach, Patrick Reising, Janis Görlich und Alex Binder bleiben sich übrigens stets treu und begnügen sich bei ihrem politischen Engagement nicht einfach mit der „richtigen“ Meinung. Die Band sucht den Dialog und konfrontiert sich auch gerne mit der eigenen Ratlosigkeit, nimmt sich selbst auf die Schippe und vor allem bei all der Ernsthaftigkeit niemals zu ernst.

Besetzung und Land

Dota Kehr - Gesang, Gitarre
Jan Rohrbach - E-Gitarre
Janis Görlich - Schlagzeug
Patrick Reising - Keyboards, Syntheziser
Alex Binder - Bass

Deutschland

Foto: Mayra Wallraff

Link

Zeit und Ort

Freitag, 12. Juli 2024
Theatervorplatz Jena

Beginn: 20:00 Uhr

Einlass ab: 19:00 Uhr

Sitz- und Stehkonzert

Tickets

Preis
Vorverkauf: 18,00 €
Abendkasse: 23,00 €

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