Konzert der Jenaer Philharmonie

Konzert der Jenaer Philharmonie<br>„Folk Classics“ – Lieder und Tänze aus aller Welt

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„Folk Classics“ – Lieder und Tänze aus aller Welt

„Folk Classics“ lautet das Motto des Konzerts der Jenaer Philharmonie unter der musikalischen Leitung ihres Generalmusikdirektors Simon Gaudenz auf dem Theatervorplatz. Das Kulturarenapublikum darf sich an diesem Abend auf Melodien und Rhythmen aus aller Welt freuen.

Wie der Beginn eines Märchenfilms im Kinoformat wirkt die populäre Fanfare, die Paul Dukas 1912 seiner Ballettmusik „La Péri“ voranstellte. Mit ihr entführen die Blechbläser der Jenaer Philharmonie das Publikum zum Auftakt des Konzerts in das exotische Milieu des alten Persiens.

Fasziniert von der Ungezwungenheit traditioneller rumänischer Volksmusik, bilden musikethnologische Studien und Transkriptionen den Hintergrund für Béla Bartóks 1915/1917 komponierte „Rumänische Volkstänze“, die in einzigartiger Weise Folklore und hohe Kompositionskunst zu einem neuen sinfonischen Ganzen zusammenfügen. Auch George Butterworth ließ sich stilistisch von Volksliedern und -tänzen inspirieren. Gemeinsam mit seinem engen Freund, dem Komponisten Ralph Vaughan Williams, unternahm er mehrere Reisen ins ländliche England, um dort Volkslieder zu sammeln und zu erforschen. Sein Orchesterwerk „The Banks of Green Willow“ aus dem Jahr 1913 bezeichnete Butterworth als musikalische Illustration der gleichnamigen tragischen Folk Ballade.

Und auch die volkstümliche irische Musik findet ihren Platz im Konzertprogramm mit dem weltbekannten „Londonderry Air“, das in Nordirland bei einigen Veranstaltungen auch als inoffizielle Nationalhymne verwendet wird. So gar nicht als Nationalhymne taugen, wollen hingegen die „10 Märsche um den Sieg zu verfehlen“ des argentinisch-deutschen Komponisten Mauricio Kagel von 1978, in denen er virtuos und humorvoll mit Klischees der Marschmusik spielt. Das außerordentlich feinsinnig gearbeitete Werk verfehlt seine subtil tiefsinnige Wirkung nicht.

Von der Volksmusik seiner griechischen Heimat genauso beeinflusst wie von der musikalischen Avantgarde und der Unterhaltungskultur des brodelnden Berlins der 1920er Jahre lassen sich die Kompositionen Nikos Skalkottas’ keiner musikalischen Richtung des 20. Jahrhunderts zuordnen, blieben zu seinen Lebzeiten praktisch unbekannt und werden erst in jüngerer Zeit vermehrt aufgeführt. Seine Griechischen Tänze, von denen sich fünf in originalen Streicherarrangements erhalten haben und 1949 posthum veröffentlich wurden, gehören mit ihrer unmittelbaren Kraft und Ursprünglichkeit heute zu seinen populärsten Kompositionen.

Mit den „Two Jamaican Pieces“, 1938 komponiert von dem britisch-australischen Pianisten und Komponisten Arthur Benjamin und der Komposition „It Takes Four to Tango“ für Streichorchester des zeitgenössischen US-amerikanischer Komponisten, Klarinettisten und Saxophonisten Daniel Dorff richtet das Programm den Fokus auf die Rhythmen Mittel- und Südamerikas. Spanische Klänge ertönen mit der „Habanera“ von Emmanuel Chabrier, dem nach seiner Spanienreise 1883 ein überwältigender Erfolg mit der Orchester-Rhapsodie „España“ gelang, in deren Umkreis auch die mit nicht weniger Begeisterung aufgenommene „Habanera“ entstand. Der andalusische Komponist Manuel de Falla hat die Musik seiner Heimat zum Ausgangspunkt seiner ästhetischen Vorstellungen gemacht und die Folklore des spanischen Südens in seine Musik integriert. Die Jenaer Philharmonie spielt seinen beliebten „Danza ritual del fuego“ aus der 1914/15 entstandenen Ballettmusik „El amor brujo“.

Besetzung und Land

Deutschland

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Zeit und Ort

Samstag, 24. Juli 2021
Theatervorplatz

Beginn: 20:00 Uhr

Einlass ab: 19:00 Uhr

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