L’aupaire

L’aupaire

KonzertArena

„Gut Ding will Weile haben“ besagt eine alte Volksweisheit, tausendfach zitiert von den Weisen des Volkes. Doch wie es mit solch Erkenntnissen oft so ist: Sie sind rein theoretischer Natur. Viel zu oft hat das „Ding“ in der realen Welt eben keine „Weile“ und wird daher auch nur halb so gut. Diesem Schicksal jedenfalls konnte Pop-Sänger L’aupaire entgehen.

Doch auf Anfang: 2014 wird Deutschland Fußballweltmeister und der junge, lockenköpfige Robert Laupert aus Gießen geht mit seiner ersten EP Rollercoaster so ziemlich durch die Decke. Geschrieben hat er den Song, wie viele seiner Lieder, im Apartment seiner Großmutter in Budapest. Hier ist er abgeschieden, fokussiert auf seine Musik und die Vielzahl der Instrumente, die er spielt. Seit einem Jahr nennt sich der Gießener L’aupaire, weil die Budapester seinen Nachnamen ähnlich aussprechen. Dies alles hat Erfolg. L’aupaire spielt in einem Jahr über 100 Konzerte, wird zum legendären South by Southwest Festival in Austin Texas geladen. Es ist sein Sprungbrett für die Weiterreise nach Los Angeles, wo er auf Mocky trifft. Ein Klangzauberer, der mit ihm eine Mischung aus einfachem Blues, zarten Popmelodiebögen und einer Prise Country kreiert. Alles passend zur Stimme L’aupaires. Denn es ist eine Wahnsinns-Gesangsstimme, die er da erschaffen hat. An der er feilte, bis sie diesen alt kratzigen Schellackplatten-Klang besaß. Die mal brüchig, mal sehnsuchtsvoll, manchmal auch ein wenig verletzt klingt und spannende Geschichten erzählt. Und die von den Kritikern begeistert zwischen Bob Dylan und Tom Waits verortet wird. Wie das Publikum feiern auch sie 2016 sein Debüt-Album Flowers. L’aupaire hat Erfolg. Er reist von Konzertbühne zu Konzertbühne, von … zu … bis er ausgebrannt ist und der Druck, ein weiteres erfolgreiches Album nachzulegen, ihn fast erdrückt.

„Gut Ding will Weile haben“ oder wie es L’aupaire damals sagt: „Es gibt eben Zeiten, um Holz zu holen, und Zeiten, um Feuer zu machen. Und ich hole jetzt Holz“. So vergehen fast drei Jahre bis er 2019 wieder im Rampenlicht steht. Mit Reframing. Inzwischen ist er 30, Vater einer Tochter und offenbart mit dem neuem Album sehr persönlich seine Gefühlswelt. Abermals erschafft er komplexe Klangwelten zum Niederknien. Und wieder flirrt diese besondere Stimme leidenschaftlich durch sensibel instrumentierte Liedzeilen, die sich ganz tief ins Ohr eingraben. Zwei Jahre und eine ganze „Corona-Weile“ später ist es nun endlich an der Zeit das „gute Ding“ ins „Feuer“ zu lassen!

Besetzung und Land

Deutschland

Link

Zeit und Ort

Freitag, 30. Juli 2021
Theatervorplatz

Beginn: 20:00 Uhr

Einlass ab: 19:00 Uhr

Tickets

Preis
Vorverkauf: 12,00 €
Abendkasse: 17,00 €

Video

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