Anna Ternheim

Anna Ternheim

KonzertArena

Es gibt Dinge, die in ihrer Schlichtheit einfach perfekt sind: eine Tasse Kaffee am Morgen, nackte Füße im Meeressand, ein kühles Glas Wasser an einem warmen Sommertag. Auch die Musik der Schwedin Anna Ternheim gehört unbedingt in diese Kategorie. Eine warme und dennoch kristallklare Stimme, mal Gitarre, mal Klavier, dazu tiefe Einblick in ihr Seelenleben. Anna Ternheim braucht keinen Pomp, keinen Firlefanz – weder musikalisch noch in ihrem Auftreten und gerade deshalb ist sie so authentisch und perfekt.

Vielleicht liegt dies ja schon in ihren Anfängen. So soll es am Tag ihrer Geburt einen totalen Stromausfall gegeben haben. Drei Uhr Nachts kommt die kleine Anna daher im Schein von Taschenlampen zur Welt. Sie sagt, dass sie vielleicht deshalb eher nächtliche Musik schreibt. Im Alter von zehn Jahren nimmt sie erste Stunden Gitarrenunterricht. Aus Noten macht sie sich nicht viel, lieber vertraut sie ihrem inneren Gefühl. Schnell entwickelt sie eine individuelle Methode, Töne zu ordnen und schreibt an eigenen Songs. Auch während ihrer weiteren Schulzeit und einem Auslandsaufenthalt in den USA sowie im schweizerischen Lausanne. Immer stärker wird ihr Drang ihre Lieder an die Öffentlichkeit zu bringen. Ein Architekturstudium kann sie nur kurz davon abhalten. 2005 veröffentlicht Anna Ternheim dann endlich ihr Debütalbum Somebody Outside und nicht nur Schweden horcht auf. Erschafft sie doch Traumwelten in denen scheinbar Bob Dylan, Leonard Cohen und Tom Waits gemeinsam wandern gehen. Der Titelsong, der gleichzeitig zum Namensgeber des Albums wird, ist zu diesem Zeitpunkt übrigens schon über zehn Jahre alt! Schwedische Kritiker und Fans feiern den Erstling euphorisch. Ausverkaufte Konzertsäle und zahlreiche Auszeichnungen folgen und ein Jahr später wacht auch Deutschland auf. So ist hierzulande allerdings auch die Wartezeit auf das Zweitwerk Separation Road (2007) kürzer. Weitere Alben folgen in den nächsten Jahren. Ternheim kombiniert darin ihren Sound auch mit amerikanischen Folkelementen, kollaboriert mit Jazz-Musikern wie Gitarrist Marc Ribot und  Streicherorchestern und webt poppige Elemente in ihr skandinavisches Klanggerüst. Diesjährig bringt sie zu Sommerbeginn ihr bereits 2019 veröffentlichtes Studioalbum A space for lost time erneut mit akustischen Versionen heraus, teils Solo und teils in spannenden Kollaborationen. Die Konzerttermine in Deutschland sind rar gesät, um so schöner einen ihrer Keime auf der der Bühne der Kulturarena wachsen zu sehen!

Besetzung und Land

Schweden

Link

Zeit und Ort

Freitag, 23. Juli 2021
Theatervorplatz

Beginn: 20:00 Uhr

Einlass ab: 19:00 Uhr

Tickets

Preis
Vorverkauf: 20,00 €
Abendkasse: 25,00 €

Video

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